Die goldene Wolke

Posted by on 21.01.2014 in poesie

Es steht in einem wagen Schein, das große golden Fest
schon gekommen schon gegangen,
Kühle Stille reißt am riesen Rausch.
Ströme brechen Leben auf.
Und die Wolke die da droben steht und uns beim lachen sieht, lacht auch.
Wie ein Prophet glänzt sie auf die ganze falsche Lust,
und hat es doch auch nicht besser gewusst.
Jener fühlt sie klar und kalt,
verliert Verstandt und Halt und springt,
um ihr aus dem Weg zu gehen und nicht zu versuchen zu vertehen.

Licht gegeben, Licht genommen,
verheißt sie uns verschwommen, wonach wir doch alle streben.
Ende suchen, Ende finden,
um an uns selber zu erblinden
Zeit zu zermahlen und zu zahlen, nicht zu zögern
sondern zu schinden in all dem Leid.
Im Wolkenwinde winden wie die Unschuld auf der Klagebank.

Wie wir Leblos leicht in Wirre hängen.
Mit Neurosen und Zwängen zu versuchen uns selber einzuengen.
Bis sie da ist und uns in den Schleier hüllt,
Wie ein stummes Stoßgebet, dass wir vergaßen.
Sind wir verlassen.
Verschwunden, vergangen, verweht.